WordPress Backup erstellen

WordPress Backup erstellen

In diesem Artikel geht es erst einmal um die generell wichtigen Punkte beim WordPress Backup Erstellen. Da das detaillierte Schritt für Schritt Vorgehen von der gewählten Lösung abhängt, erläutern wir diese in den dazugehörigen Tutorials. Allerdings sollte jeder ein Grundwissen zu dem Thema besitzen, damit klar ist worauf geachtet werden sollte und Entscheidungen fundiert getroffen werden können. Dieses Grundwissen findest Du in diesem Artikel.

Grundvoraussetzungen für das WordPress Backup erstellen

Um die Daten Deiner WordPress Installation richtig zu sichern, ist es wichtig zu wissen welche dazu gehören. WordPress besteht zum einen aus den Dateien, die auf dem Server gespeichert sind und zum anderen aus den Daten, die in einer Datenbank gespeichert sind. Diese liegt zwar in der Regel auch auf dem Server, aber ist nicht so einfach zu sichern wie die Dateien.

Ordner und Dateien

Bei den Dateien kann man noch zwischen verschiedenen Arten unterscheiden.

  • WordPress Core: Es gibt den sogenannten WordPress Core, die WordPress Basis. Das sind alle Dateien, die zum Betrieb von WordPress nötigt sind. Das Sichern dieser Dateien ist im Grunde nicht so wichtig, da der WordPress Core jederzeit über WordPress.org heruntergeladen werden kann.
  • Themes und Plugins: Jeder kann frei Themes und Plugins in WordPress installieren. Einerseits ist die Sicherung dieser Daten meist auch nicht so wichtig, da sich diese in der Regel auch später herunterladen lassen und die Einstellungen der Themes und Plugins in der WordPress Datenbank gespeichert werden. Allerdings werden oft Änderungen am Theme z.B. in der zugehörigen style.css Datei gespeichert (idealerweise in einem Child Theme). Diese Änderungen sollte natürlich gesichert werden. Außerdem kann es ggf. recht mühsam werden sich an die 15 verwendeten Plugins zu erinnern, diese herunterzuladen, zu installieren sowie die passenden Einstellungen wieder zu setzten.
  • Zusätzliche Ordner für WordPress: Einige Plugins erstellen innerhalb der WordPress Installation neue Ordner, um dort eigene Dateien zu speichern. Das können z.B. Caching Daten sein oder ein Ordner für WordPress Backups. In vielen Fällen sollten diese Ordner nicht mit gesichert werden, da diese die Sicherungsdatei nur unnötig vergrößern. Gelegentlich gibt es Ordner, die doch mit gesichert werden sollten.
  • Eigene Skripte: Manch einer nutzt unabhängig von WordPress eigene Skripte zum Zählen der Besucher oder andere Funktionen. Diese sind meist in eigenen Ordnern untergebracht. Auch hier gilt es zu schauen, ob es sinnvoll ist die Ordner und Dateien in eine Sicherung mit einzubeziehen.

Die Sicherung der Dateien lässt sich meist über den Zugriff auf den Server mittels eines FTP-Programms erledigen, falls man kein spezielles WordPress Backup Plugin oder Skript nutzt.

Datenbank

Die Inhalte eines auf WordPress basierenden Internetauftritts werden in einer Datenbank gespeichert. Das gleiche gilt für die meisten Einstellungen sowohl für WordPress selbst als auch für Themes und Plugins. Wer nur die Dateien vom Server sichert, aber die Datenbank auslässt, hat ein größeres Problem als umgekehrt. Denn WordPress, Themes, Plugins und anderen Dateien lassen sich in den meisten Fällen wiederbeschaffen. Die Texte und Einstellungen müssten in den meisten Fällen erneut erstellt werden.

Die Sicherung der Datenbank kann nicht über ein FTP-Programm erfolgen. Die meisten Webhoster bieten eine Administrationsoberfläche für die Datenbank an (meist phpMyAdmin) aus der heraus eine Datensicherung erfolgen kann, falls man dazu kein spezielles WordPress Backup Plugin oder Skript nutzt.

WordPress kann eine Datenbank zusammen mit anderen Skripten nutzen. WordPress erstellt dazu Tabellen, die mit einem sogenannten Prefix versehen sind, dass bei der Installation bestimmt werden kann. Die Standardeinstellung lautet „wp_„. Darüber können dann alle zu einer WordPress Installation gehörigen Tabellen identifiziert werden.

Multisite

Eine Ausnahme bilden hierbei eine sogenannte WordPress Multisite Installation. Hier werden mit Hilfe von einer WordPress Installation mehrere WordPress Seiten gleichzeitig betrieben. Neben einigen Grundeinstellungen werden die Daten der Verschiedenen Unterseiten in Tabellen mit fortlaufenden Prefixen wie „wp_1_„, „wp_2_„, etc. gespeichert. Wer eine solche Installation betreibt sollte bei der Auswahl eines WordPress Backup Plugins genau darauf achten, dass auch Multisite Installationen unterstützt werden.

WordPress Backup Lösungen

Jetzt wo Du weißt was gesichert werden soll, ist die nächste Frage auf welchem Weg Du Dein WordPress Backup erstellen willst.

  • Manuell (Do it yourself): Unabhängig von den anderen Lösungswegen ist es immer gut zu wissen wie Du ein Backup auch ohne ein Plugin oder ein Skript erstellen kannst. Hierbei lädst Du die wichtigen Dateien per FTP auf Deinen Rechner und erstellst einen SQL-Dump der Datenbank, den Du ebenfalls herunterlädst. Der Vorteil hierbei ist, dass Du auf keine Zusätze angewiesen bist und auch im Auge behalten kannst, ob ein Download ggf. zu früh unterbrochen wird.
  • Plugin, Dienst, Skript: Da diese drei Variante sehr ähnlich sind behandeln wir diese in einem Punkt. Es gibt eine Reihe guter WordPress Backup Plugins bzw. Skripte oder Dienste, die Dir das Vorgehen bei einem Backup erleichtern und meist sogar automatisch in ausgewählten Zeitabständen sichern können. Der Vorteil liegt hierbei meist darin, dass Du das Ganze nur einem Einrichten musst und dann erfolgen die Sicherung automatisch ohne Dein weiteres Zutun. Hier kann aber auch eine Gefahr liegen, wenn es unbemerkt zu Problemen kommt. Die Sicherung erfolgt nicht mehr richtig ohne das Du es bemerkst und wenn Du dann ein frisches Backup benötigst ist keines vorhanden. Außerdem sind viele dieser Lösungen – je nach gewünschtem Funktionsumfang – kostenpflichtig.

Den ersten Weg solltest du immer im Hinterkopf behalten. Trotzdem empfehlen wir selbst für kleinere Projekte die Verwendung eines soliden WordPress Backup Plugins, das automatisch eine regelmäßige Sicherung anlegt wie z.B. UpdraftPlus.

Wichtige Backup Funktionen

Wenn Du regelmäßig ein WordPress Backup erstellen willst und Dich nach einem passendem Dienst oder Plugin umsiehst, solltest Du überlegen welche Funktionen für Deinen speziellen Bedarf nützlich sind:

Automatische Backups: D.h. es werden nach einem von Dir bestimmten Zeitplan WordPress Backups ausgeführt. Nützlich ist es auch, wenn genauer bestimmt werden kann welche Sicherungen wie lange aufgehoben werden. Falls Du z.B. nur eine Sicherung der letzten 10 Tage besitzt und Deine Installation vor zwei Wochen gehackt wurde, fehlt Dir eine unbeeinträchtigtes Backup.

Backup zu Online Speicherplätzen: Eine in vielen Fällen sinnvolle Vorgehensweise. Die Sicherung auf dem eigenen Server ist nicht ratsam, da diese bei Serverproblemen ggf. nicht mehr zugänglich sind. Gerade eine Sicherung auf Diensten wie Dropbox oder Google Drive hat mehrere Vorteile: Der eigene Rechner muss nicht eingeschaltet und online sein, während die Sicherung läuft. Aber sobald dieser wieder online ist werden die Daten aus dem Online Speicher automatisch auf den eigenen Rechner übertragen und hier ggf. sogar mit dem lokalen Backup nochmals gesichert.

Fazit: WordPress Backup erstellen ist nicht schwer!

Es lohnt sich das Thema WordPress Backup erstellen frühzeitig auf die ToDo-Liste zu setzten. Es müssen ein paar Entscheidungen getroffen werden, aber dann ist die Backupfunktion in der Regel schnell eingerichtet und Du kannst bei allen möglichen auftretenden Problem und Katastrophen problemlos auf Deine Sicherung zurückgreifen.